sy-cacique11 - Mallorca Juli 2011
In Pollenca

Mittwoch, 01.Juni 2011                                   zurück zu CACIQUE

110529A06
Der Juni hat angefangen. Unglaublich wie die Zeit vergeht. Wir sind nun schon gute 6 Wochen unterwegs und werden es noch bis Ende des Monats sein. Heute, bis zum Nachmittag, war ein recht grauer Tag. Es regnetet immer mal wieder ein paar Tropfen. Vor allem es ist recht kühl geworden und das soll der Anfang der "Hochsaison" sein? Lassen wir uns mal überraschen.

Nach einem ausgiebigen Frühstück, anschließend aufräumen und alles wieder in Ordnung bringen, sind wir die Wäsche holen gegangen.Herrlich alles so fix und fertig vorzufinden. Die freundliche Bedienung fragte ich nach einer Bodega welche offenen Wein verkauft. Siehe da nicht weit war die Bar "El Parra" welche roten offenen Wein verkauft. Gleich sind wir mal hin um zu sehen wo es ist. Sieht urig aus, ein großes Weinfass als Eingang in ein Restaurant/Bar. Morgen werden wir dann alles besorgen, denn übermorgen, am 3.6. wollen wir uns wieder in die Bahía verholen um noch einiges zu kontrollieren.

Zurückgekommen an Bord sind wir erst einmal ins Netz um zu sehen ob das Wifi vom Club noch funktionierte. Es tat noch eine Weile den Dienst, bis ich dann abgeschnitten wurde, grr... und dieses zum Hochsaisonpreis!!! Nun ja, so ergänzte ich das Tagebuch mit Bildern, sodass Ludwig es bei einer nächsten Gelegenheit in die homepage stellen kann. Finde ich richtig gut, dass ich nun auf dem laufenden bin.

Das Abendessen mit einer Lupina (Seebarsch) bereitete ich schon zeitig vor. Hmm war das lecker geworden mit einem Gläschen Weißwein.

Inzwischen hat sich das Wetter wohl beruhigt, Jedenfalls sind fast alle dunklen Wolken weg und die Sonne ließ sich noch einmal blicken, bevor sie hinter den Bergen verschwand.

 

Donnerstag, 02.Juni 2011

 

Heute war ein Tag an dem es immer wieder regnete und nachmittags wollte es gar nicht mehr aufhören. Zwischendurch konnten wir doch noch unseren Einkauf erledigen und trocken wieder ans Boot gelangen Gleich sind wir nochmals los, um offenen Wein zu holen. Das Lokal war ein Familienbetrieb in der 3. Generation welche dort erst einen  eigenen  Keller hatten und dieses dann mit einem Restaurant erweitert. Auch heute wird dort noch auf Holzkohle gekocht. Das Lokal war gemütlich eingerichtet mit vielen alten Dingen aus der Kelterei. Dort kamen wir mit dem Sohn ins Gespräch welcher ganz stolz von der Familiengeschichte erzählte. Nachdem wir den Wein in unser mit gebrachten Gefäß abgefüllt bekamen, konnten wir ihn auch probieren. Der Sohn betonte immer wieder, das keine Konservierungsstoffe im Wein seien, also Biowein und deshalb nicht länger als 2 Monate aufbewahrt werden könne. Na, damit werden wir kein Problem haben. Es regnete wieder und sage und schreibe wir stellten die Heizung an, da es feuchtkalt war und beim sitzen wurde es doch zu kalt!! und das in Mallorca um diese Jahreszeit!!

Ja ich wollte doch so gerne endlich mal die anstehenden Rostflecken am Boot entfernen/bearbeiten, wieder nichts. So schiebe ich das von einem Tag zum anderen. Hoffe doch so sehr, dass es morgen besser wird.

Freitag, 03.Juni 2011
110530A02

Der Tag fing mit blauen Himmel und Sonnenschein an, aber nicht lange, denn dann sah man im  SE wieder dunkle Wolken aufsteigen. Will denn das kein Ende nehmen! Nach dem Frühstück füllte Ludwig die Wassertanks, die dieses mal total leer geworden waren. Anschließend ging es noch einmal zum Supermarkt um die letzten Dinge einzukaufen. Anschließend nochmal unter die Dusche und ab ging es aus der Marina. Wir sind wieder in die Ankerbucht außerhalb der Marina, da wir erst einmal die Schraube abtauchen wollten, um zu sehen, ob sich da nichts verfangen hatte. Wir fuhren zwei mal das Ankermanöver, da das erste mal der Anker nicht richtig gegriffen hatte. Beim 2. mal klappte es dann, d.h. Ludwig holte den  Plattenanker nach vorne welcher geeigneter für diesen Revier war. Dieser griff auch sofort und wir waren fest. Anschießend gab es erst einmal Cappuchino und die Stückchen aus Plunderteig welche wir uns vorsorglich mitgenommen hatten. Weiter im Süden konnten wir beobachten wie der Regen über Alcudia fiel und auch eine ganze Zeit dort fest hing. Glücklicherweise hat es heute nur ein wenig geregnet und jetzt ist der Nachmittag teils sonnig, teils wolkig. Herrlich. Die Wassertemperatur ist leider auf 21°C runter gegangen, d.h. morgen mit Neopren ins Wasser.

 

Samstag, 04.Juni 2011

 

Der Morgen fing schön an, daß Wasser wunderbar klar. Im Grunde ideal zum abtauchen. Erst wollten wir frühstücken und uns dann an die Arbeit machen. Ludwig baute noch 2 Ladegeräte ein, damit das Laden schneller ging wenn der Generator läuft. Ich konnte nun endlich die Rostflecken bearbeiten. War ich froh. Doch dann zog es wieder grau im Südwest hoch. Dort regnete es unaufhörlich und man hörte es auch in der Ferne donnern. Mit dem abtauchen war dann nichts mehr. So ging es den ganzen Nachmittag mal Regen und Böen. Wir verkrochen uns natürlich nach innen und spielten "Rummy" die Chips. Jetzt um 18:30 zeigt sich wieder die Sonne, daß Wasser ist vollkommen glatt und es ist windstill. Das Barometer ist inzwischen auf 1016 gefallen. Immer wieder hoffen wir, dass es nun endlich mit dem Wetter vorbei ist und wir weiter können. Nun so warten wir den morgigen Tag ab. Um 20:30h sagte Ludwig, nachdem die Sonne noch einmal raus kam, das er ins Wasser geht. Natürlich musste ich mich anschließen. Brr.. was das erst einmal kalt, dann aber wunderbar. Nach dem langen Tag tat es richtig gut.

 

Sonntag, 05.Juni 2011
110606A01

Heute wollten wir Strecke machen. Schon um 7Uhr standen wir auf und frühstückten - vorher natürlich unsere Runden um das Boot geschwommen - um 08h30 war der Anker oben und es ging los. Als Ziel hatten wir endlich Menorca/Ciudadella angestrebt mit der Option weiter in die Cala Fornells. Es lief gut, wir hatten die Fock und das Groß gesetzt, ließen aber den Motor mitlaufen, da wir schon schnell sahen, dass wir unser Tagesziel Cala Fornell erreichen können. Die Nord-Küste Menorcas ist sehr kahl, fast ohne Bewuchs. Zumindest von der Seeseite aus gesehen. Immer mal wieder sahen wir an exponierten Punkten Wohnungsanhäufungen, einfach schrecklich!

Der Tag ist doch lang geworden. Um 18h40 machten wir an einer Boje fest. Die Ankerbucht war recht gut belegt. Was wir sehr schnell merkten war, dass das Wasser miefte ! Kein gutes Zeichen, also nichts mit baden zudem wir auch noch feststellten, dass Quallen herum schwammen. Die Häuser waren ein abschreckendes Beispiel dieser "Touristenhochburgen". Es war alles künstliches aufgebaut, so auch die Palmen an den Straßen! Ob wir da länger bleiben? Auf jeden Fall der Abend wurde nicht lange und wir verkrochen uns in die Koje.


Montag, 06.Juni 2011
110606A03

Heute schliefen wir erst einmal aus.Die Sonne wollte nicht so richtig durchkommen. Wie schön wäre es gewesen ins Wasser zu können. So frühstückten wir und überlegten ob wir uns eine andere Ankerboje suchen oder lieber weiterfahren. Wir entschieden uns für letzteres und waren sehr froh darüber. Es waren nur 6 sm weiter und wir waren neugierig was uns erwartet, da es doch immer ein wenig abenteuerlich ist in unbekannte Buchten zu fahren, sich teilweise hinein zu tasten. In diese Bucht kann man nur mit guten Seekarten einfahren, da es doch eine Reihe Untiefen und flaches Wasser gibt. Die Fahrrinne war gut betonnt und CACIQUE hat wenig Tiefgang. Wir konnten uns ziemlich weit in der Bucht an einer Boje festmachen. Es war einfach herrlich. Zwar lagen so einige Boote hier, aber ohne Menschen. Auf der einen Seite der Bucht war Wald und wir konnten die Vögel zwitschern hören! Welch eine Idylle. Auf der anderen Seite war es karger und unwirtlicher. Am Ende dieser Bucht auch so eine Touristenburg mit vielen kleinen Häusern, davor eine kleine Marina. Hielt sich aber alles in Grenzen. Das Wasser hat Badequalität und kleine Fischen konnte ich schon sehen. Wir liegen hier auf 5m Wassertiefe und mal sehen, wenn die Sonne im richtigen Winkel steht, kann man vielleicht mehr Fische entdecken. Auf jeden Fall hier gefällt es uns.

Nun das Wasser war nicht so klar wie wir es uns wünschten, aber sauber. So zögerten wir nicht lange und schwammen erst einmal unsere Runden. Ludwig bastelte noch etwas mit der Elektrik und wir aßen zu Abend und machten noch ein Spielchen bevor wir in die Kojen krochen.

Dienstag, 07.Juni 2011

 

110607A01


110607A03

 

War das wieder ein schöner Morgen. Für heute nahmen wir uns endlich die Bilge im Salon unter der Sitzbank vor, um sie vom einer Roststelle zu befreien. So räumten wir einiges aus den Stauräumen leer und um den Roststellen mit Schmirgelpapier zu Leibe rückte. Auch ich schmirgelte noch ein wenig auf einer anderen Seite mit bevor der Antirostschutz drauf kam. Anschließend machten wir uns fertig um mal die Ortschaft anzuschauen und einen Supermarkt zu finden. Auch hier sah man viele Häuser und Wohnungen welche zum Verkauf standen. Ja der Bauboom ist wirklich vorbei, die Menschen müssen lernen, dass der Wachstum zu Ende ist. Es waren z.T. recht schöne Häuser aber kaum eine Menschenseele zu sehen. Dann fanden wir auch den Supermarkt. Er war klein aber doch recht gut sortiert. An der Kasse fragte ich die Angestellte, ob es normal sei, dass so wenig los ist und sie erwiderte es ist ungewöhnlich!!  Im Clubhaus machten wir nochmal einen Stopp um einen Espresso zu trinken. Da bekamen wir wieder mit, daß die Engländer sich auch hier festgesetzt hatten, die wenigen die noch herkommen können. Das Clubhaus war mit einer wunderschönen Bouganvilla eingerahmt. Dann ging es wieder zurück zu unserer CACIQUE. Vom Norden her wurde es immer dunkler und man hörte es auch donnern. Noch regnet es nicht.

 

Mittwoch, 08.Juni 201

110609A01


Heute Morgen regnete es recht heftig. So sind wir wieder ins Netz um noch unsere homepage weiter zu führen. Wir sahen wie eine Männercrew, Franzosen, ablegte um weiter zu segeln. Da wir uns die verschiedenen Wetterkarten angesehen hatten wunderten wir uns, denn der Mistral hatte schon über Nacht Wind gebracht zusätzlich zum Regen. Nach nicht 2 Std. waren dieser Segler wieder zurück und an der selben Boje fest, ja warum wohl....? Schadenfreude, oh ja! Gegen frühen Nachmittag wurde es dann doch heller und die Sonne drückte sich immer mehr durch die Wolken. So saßen wir wieder im Cockpit. Wenig später machte Ludwig das Dingi klar und wir starteten zu einer kleinen Rundfahrt in die nächste Bahía. Wir hatten guten Rückenwind. Nur am Anfang der nächsten Bahía war noch ankern möglich, dann wurde es flacher und Sperrbojen lagen aus. An einem Ufer legten wir einen Stopp ein um ein wenig herum zu laufen. Es war alles recht trocken und karg, seltsam denn es hatte doch geregnet? Nun ja bei dem Boden konnte das Erdreich das Wasser nicht aufnehmen. Der ganze hintere Teil der Bucht war als Naturschutzgebiet ausgewiesen. Glücklicherweise, denn sonst würden auch da bestimmt Häuser stehen. Gegen Abend kam ein Paar von einem kleineren Segelboot mit deutscher Flagge zu uns an Bord um Gedanken auszutauschen. Es war interessant was sie erzählten. Sie waren mit ihrem Boot in 2007-08 in der Karibik und schwärmte davon. Inzwischen haben sie einen festen Liegeplatz bei Barcelona und gehen das Segeln nun ruhiger an. Erzählten aber auch, das ihnen hier im Mittelmeer 2x eine Welle ins Cockpit gestiegen ist und die Kabine teilweise unter Wasser setzte. Dieses wäre in den 20 Jahren draußen auf dem Atlantik nie passiert!!! Ja, das Mittelmeer hat es in sich. Wir werden uns sicherlich in Cala Covas, ca. 15sm von Mahon wieder sehen.

 

Donnerstag, 09.Juni 2011 

 

110609A03

110609A04


 

Gegen 10h00 machten wir uns von der Boje los um Richtung Mahon zu fahren. Das Barometer war inzwischen wieder auf 1020 gestiegen. Laut dem DWD sollte es nun ruhiger sein, d.h. die Dünung vom Mistral werden wir sicherlich noch ein wenig mitbekommen. Es war eine sehr schöne Bucht und sind nun gespannt was uns in Mahon erwartet. Draußen auf dem Meer konnten wir das Groß und später auch die Genua setzen. Wie herrlich ohne Motor. Die Geschwindigkeit ließ zwar sehr zu wünschen übrig aber wir hatten ja Zeit. Zumindest für mich war es nicht ganz leicht zu steuern bei nur 9-10kn Wind. Nach ca 2 Std. holten wir die Genua ein das Groß liesen wir stehen. Die Wellen kamen seitlich, so dass wir immer gut geschaukelt wurden. Unser 18 Jahre altes Groß ist recht bauchig und wirkt als Stützsegel wenig. Brauchen bald ein Neues. Wir hofften nach dem nächsten Kap würde es besser werden, aber der Wind kam immer südlicher. Dann sahen wir auch schon ordentliche Schaumköpfe, was war denn das? Wie angeknipst waren auch schon 20kn Wind von vorn. So etwas unberechenbares. Der ganze Zauber dauerte ca. 3/4Std, dann wurde es etwas ruhiger, Erstaunlich wie schnell sich die Wellen aufbauen können. So hatten wir wieder einmal Wellen und Wind gegen uns! Nachdem wir in die Bucht von Mahon kamen wurde die See auch ruhiger und der Wind ließ etwas nach. Wir fuhren bis an die Stadtkaimauer um festzumachen. Wir erkundeten wo und ob man sich melden müsste, keine eindeutige Antwort aber wir brauchten doch Wasser! So fragte ich einen Schiffsnachbarn wie wir zu Wasser kämen und er bot sofort seinen Zugang zum Wasser an. Wir waren eigentlich auf den Weg zum einkaufen, aber so nutzten wir das Angebot. So füllte Ludwig den großen Tank, beim kleinen müssen wir erst noch rauskriegen, warum und wo er leckt. Haben immer mal wieder etwas Wasser in der Bilge. Aber das bekommen wir noch raus. Anschließend ging es zum Einkauf. Es ging den Berg rauf und so hatten wir auch einen schönen Blick auf die Bucht.

Nachdem alles an Bord verstaut war, kam das Logbuch dran und nun jetzt diesen Eintrag. Anschließend gehen wir uns gegenüber in das Restaurant über die Straße gegenüber des Liegeplatzes. Haben wir auch mal verdient!

 

Freitag, 10.Juni 2011

 

110612A02

 

110612A03

110612A04


Inzwischen haben wir Mahon hinter uns gelassen und sind in Richtung Cala Covas gefahren. Nachdem wir den Leuchtturm passiert haben konnten wir zumindest mal wieder das Groß setzen. Der Wind kam, na aus welcher Richtung, natürlich aus Süd dann drehte er auf Süd-West also gegen uns. Nun ja so sind wir die steile Felsküste entlang motort bis wir die Felsspalten, den Eingang Cala Covas sehen konnten. Es ist immer wieder erstaunlich, man muss praktisch davor sein, um zu sehen, daß sich dort eine Bucht auftut. Es war nur ein Segler drin, der etwas später am Nachmittag wieder weiterfuhr. Unser Ankermanöver klappte recht gut. Ich hatte versucht die erste Leine schwimmend an Land zu bringen, aber die Dünung machte mir ein wenig zu schaffen, sodass ich mich mit den Füßen am Fels halten musste und merkte recht bald, dass es da Seeigel gibt!! Ja so etwas, während all meiner 25 Jahre in Venezuela habe ich keine Erfahrung mit diesen Seeigeln gemacht, trotz Tauchen, Schnorcheln und Schwimmen zwischen Felsen. Nun ja, einmal muss das erste mal sein und das war hier in der Cala Covas. Wir wollten in die westliche Ecke dieser Bucht hinter einen Felsvorsprung und das bedeutete etwas Arbeit mit den Landleinen und setzen eines zweiten Anker. Wunderschön war auch das klare Wasser. Wir konnten bis in 5m tiefe schauen oder sogar mehr! Da machte das schwimmen auch Spaß! Endlich hatten wir unseren Ankerplatz so wir es vorhatten und konnten dann mal an das Abendessen denken. Dieses fiel dann recht ergiebig und ausgiebig aus mit dem guten Rotwein dabei! Lange konnten wir draußen in der Plicht sitzen bis es uns zu kalt geworden ist.

 

Samstag, 11.Juni 2011

 

110612A07